Acht bis neun Prozent des Welthandelsvolumens resultiert aus dem Handel mit illegalisierten Drogen.
Hinter diesem Geld steckt Macht.
Das so genannte "Drogenproblem" ist demnach in erster Linie ein politisch-ökonomisches Problem. Darauf weist Günter Amendt, Autor des Klassikers "Sucht, Profit, Sucht", seit 30 Jahren hin.
Wir waren begeistert, dass der eloquente Sozialforscher wieder den Ring betrat:
Amendt holte zum Rundumschlag aus. Wer muss in Deckung gehen? Wohl alle diejenigen, die trotz eindeutiger Faktenlage nicht einsehen wollen, dass die Verfolgung von Drogennutzern tiefer und tiefer in die drogenpolitische Sackgasse führt. Dabei stehen Auswege zur Verfügung.
Amendt: "Ohne die Legalisierung des Anbaus, des Handels und des Konsums von Cannabis innerhalb bestimmter staatlich kontrollierter Rahmenbedigungen ist ein drogenpolitischer Neubeginn nicht möglich." In seinem Buch "Die Droge, Der Staat, Der Tod" belegt der 1939 geborene Autor, dass sich das "Drogenproblem" nie lösen, sondern immer nur entschärfen lässt.
Günter Amendt war einer der wenigen Forscher, der sich intensiv mit der Praktikabilität verschiedener Legalisierungmodelle auseinander gesetzt hat.